Spiritualität für Hochsensible

Der erste Sonnenbaum Blog

Ein historischer Moment – der aller erste Sonnenbaum-Blog geht hinaus in die Welt. Der Impuls war so stark, dass selbst ich, die ich bis vor Kurzem noch als online-resistent galt, nun dem Ruf folge und meinem Spezialgebiet „Spiritualität für Hochsensible“ eine Plattform im WorldWideWeb gebe.

Eh voilà... mögen meine Worte alle jene erreichen, die Resonanz darauf haben und Kraft daraus schöpfen können. Mein Blog soll ermutigen, nähren, erleichtern, unterstützen, öffnen, bestärken. Denn in diesen turbulenten Zeiten des Wandels ist es wichtig, immer wieder mal auf Gleichgesinnte zu stossen und die eigene Wahrnehmung bestätigt zu bekommen. In diesem Sinn: Herzlich Willkommen im Club.

Einfach normal hochsensibel

Im Jahr 2005 habe ich eine Anlaufstelle für Sensitive (den Ausdruck hochsensibel kannte ich noch nicht) ins Leben gerufen. Seit dem habe ich viele viele Gespräche mit hochsensiblen Menschen geführt. So unterschiedlich die individuellen Schicksale der Betroffenen auch sind, es gibt gewisse Grundtendenzen, die immer wieder auftauchen und sich über die Jahre wie ein roter Faden durch das Wesen der Hochsensibilität ziehen. Gerne möchte ich dir meine Sicht der Dinge hier ausführlich erläutern. Denn meistens glauben Hochsensible, sie seien mit ihrer „Eigenart“ komplett alleine – und somit falsch und daneben! Nö, bist du nicht. Du bist einfach normal hochsensibel und das ist wunderbar!!!

Zu viel Fremdes – zu wenig Eigenes

Dieser Satz bringt es auf den Punkt. Hochsensible sind gute Aufsauger und Persönlichnehmer. Sie kümmern sich sehr um andere und möchten, dass es allen gut geht. Sie sind so mit Zuhören, Mittragen und zu Herzen nehmen beschäftigt, dass sie sich selber ganz vergessen. Das scheint eine typisch hochsensible "Sportart" zu sein. 95% der Menschen, die zu mir in die Praxis finden, betreiben sie täglich. Sie sind vollgestopft mit den Problemen und dem Müll der anderen, sprich Fremdenergie - und leiden an akutem Eigen-Mangel.

Das Missverständnis mit der Selbstlosigkeit

Hochsensible sind also oft im wortwörtlichen Sinne selbstlos. Erschwerend kommt hinzu, dass diese wunderbaren zarten Menschen sich mit der Hilfsbereitschaft identifizieren und es als spirituellen Grundwert erachten, selbstlos zu sein. Ihnen fehlt schlicht das Gespür für das gesunde Mass. Gerne möchte ich an dieser Stelle mit diesem Missverständnis aufräumen. Es geht definitiv nicht darum, das SELBST los zu sein!!! Das SELBST ist die Verankerung der Seelenschwingung im Menschen, der Göttliche Funke, das berühmte ICH BIN. Wenn wir diese Essenz unseres Seins verlieren, bleibt nur eine unbewohnte leere Hülle übrig. Gemeint ist EGO-Losigkeit, also der kleine kindische unreife Teil vom grossen lichtvollen SELBST, der gebändigt und in seine Schranken gewiesen werden soll. 

Bei hochsensiblen Menschen steht das Ego schon lange nicht mehr im Vordergrund. Das Bedürfnis „zum Wohle aller“ zu handeln, ist für sie eine Selbstverständlichkeit. Dabei vergessen sie jedoch meistens, dass das Wohl aller auch sie selber einschliesst und nicht „Zum Wohl aller andern“ heisst! Damit Hochsensible in ihre Kraft kommen, brauchen sie die Verbindung zu sich selber, zu ihrem lichtvollen Wesenskern. Das beste Mittel für eine gesunde Stabilität heisst SELBST-Fülle.

Die Eigenfrequenz verkörpern

Die einfachste Möglichkeit SELBST-voll zu werden, ist folgende:
Lege die Hand auf dein Herz und schliess die Augen
Spür die Wärme der Berührung
Dann sag leise ein bejahendes "M-h-m"
Wiederhole es ein paar Mal in verschiedenen Tonhöhen
Spürst du die Vibration unter der Hand?
Das bist du! Das ist deine ureigene Schwingung
Einzig von dir für dich selber erzeugt
Das ist deine Eigenfrequenz
Summe dir ein Liebeslied
Lass deine Eigenfrequenz den ganzen Brustraum füllen
Anschliessend geniesse die Stille
So fühlt sich SELBST-Fülle an

Die Schale der Liebe

Und so möchte ich meinen ersten Sonnenbaum-Blog mit den wunderbaren Worten von Bernhard von Clairvaux abrunden. (Herzlichen Dank liebe Ute, für den Link)

"Wenn du vernünftig bist, erweise dich als Schale und nicht als Kanal, der fast gleichzeitig empfängt und weitergibt, während jene wartet, bis sie gefüllt ist. Auf diese Weise gibt sie das, was bei ihr überfliesst, ohne eigenen Schaden weiter. Lerne auch du, nur aus der Fülle auszugiessen, und habe nicht den Wunsch, freigiebiger zu sein als Gott. Die Schale ahmt die Quelle nach. Erst wenn sie mit Wasser gesättigt ist, strömt sie zum Fluss, wird sie zur See. Du tue das Gleiche! Zuerst anfüllen und dann ausgießen. Die gütige und kluge Liebe ist gewohnt überzuströmen, nicht auszuströmen. Ich möchte nicht reich werden, wenn du dabei leer wirst. Wenn du nämlich mit dir selber schlecht umgehst, wem bist du dann gut? Wenn du kannst, hilf mir aus deiner Fülle; wenn nicht, schone dich."

Zum Schluss noch dies

In diesem Sinne ziehe mich jetzt wieder in die Stille der Schreibklausur zurück und tauche Mitte September wieder auf, mit dem neuen Buch, so hoffe ich und dem neuen Sonnenbaum-Konzept :) Wenn du bis dahin gerne mehr lesen und regelmässig Post von mir erhalten möchtest, dann klicke hier: Zum Newsletter

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